Das Portal ist ein Kernbestandteil der Dateninfrastruktur des öffentlichen Sektors und soll es ermöglichen, offene Daten aus 34 europäischen Ländern schnell und einfach zu finden und weiterzuverwenden. Die Europäische Kommission will so dazu beitragen, das wirtschaftliche Potenzial offener Daten besser freizusetzen.
Das Portal setzt sich aus drei wesentlichen Säulen zusammen:
- Europaweiter Zugang zu öffentlichen Datenressourcen über das Portal als zentrale Anlaufstelle bzw. Single Point of Contact mit über 800.000 Datensätzen in 34 Ländern,
- Unterstützung der Mitgliedsstaaten durch die Einrichtung und Betreuung praxisbezogener Communities für nationale Open-Data-Portalbetreiber und Entscheidungsträger sowie Schulungen und Beratungsleistungen zur Verbesserung und Aufrechterhaltung der Datenveröffentlichungspraktiken,
- und Nachweis des sozioökonomischen Nutzens, der durch die Wiederverwendung öffentlicher Datenbestände entsteht, sowie verschiedene Impulse auf Mitgliedsstaatenebene, um die Weiterverwendung von Open Data zu fördern und übergreifende Ansätze, um die Nachhaltigkeit bei der Veröffentlichung öffentlicher Daten zu sichern.
In Berlin am Fraunhofer-Institut FOKUS wird das Herz des Portals entwickelt: das Datenmanagement und die sogenannten Harvesting-Mechanismen, die erstmals in so großem Umfang eingesetzt werden. Sie durchforsten die Open-Data-Portale der Mitgliedsstaaten regelmäßig nach offenen Datensätzen und binden diese automatisiert in das Europäische Datenportal ein. Auch eine weitere zentrale Komponente, das Datenregister, kommt von den Forschern aus der Hauptstadt. Mit Hilfe dieses Registers werden die offenen Daten im Portal einheitlich beschrieben und verzeichnet.
Geleitet wird das Projekt von der Capgemini Consulting. Als weitere Partner sind Sogeti, Intrasoft International, das Open Data Institute, con terra, die University of Southampton und time.lex Mitglieder im Konsortium.